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Was kostet ein guter VPN?

Was kostet ein guter VPN wirklich? Wir vergleichen Monats- und Langzeitpreise der wichtigsten Anbieter und erklären versteckte Kosten und Tricks.

Von der VPNVergleichen Redaktion

Die Preise für VPN-Dienste wirken auf den ersten Blick verwirrend. Derselbe Anbieter verlangt einmal knapp 16 Euro im Monat und einmal nur 2 Euro – je nachdem, welche Laufzeit Sie wählen. Dazu kommen befristete „Rabatte“, Zusatzpakete und Verlängerungspreise, die mit dem beworbenen Einstiegspreis wenig zu tun haben.

In diesem Ratgeber ordnen wir die Kosten ein. Sie erfahren, was ein VPN im Durchschnitt kostet, wie groß der Unterschied zwischen Monats- und Langzeit-Abo wirklich ist, welche versteckten Kosten Sie kennen sollten und ob sich ein kostenloser Dienst lohnt. Am Ende wissen Sie, worauf Sie beim Preis achten müssen – und welche Anbieter das beste Verhältnis aus Preis und Leistung bieten.

Falls Sie zunächst grundsätzlich wissen möchten, worum es bei dieser Technik geht, lesen Sie unseren Einstieg Was ist ein VPN?. Wer den passenden Anbieter anhand aller Kriterien auswählen will, findet im Leitfaden Wie wähle ich einen VPN aus? eine vollständige Anleitung.

Was kostet ein VPN im Durchschnitt?

Wie viel ein VPN kostet, hängt vor allem von einem Faktor ab: der Laufzeit. Bezahlen Sie monatlich und ohne Bindung, zahlen Sie den Höchstpreis. Binden Sie sich für ein, zwei oder drei Jahre, sinkt der Preis pro Monat drastisch.

Im Durchschnitt bewegen sich die Kosten in zwei klar getrennten Bereichen:

  • Monatsabo (ohne Bindung): etwa 10 bis 16 € pro Monat. Das ist die teuerste Variante. Sie ist flexibel, weil Sie jederzeit kündigen können, eignet sich aber nur, wenn Sie den VPN tatsächlich nur kurzfristig benötigen.
  • Langzeit-Abo (1 bis 3 Jahre): etwa 2 bis 6 € pro Monat. Hier zahlen Sie den gesamten Zeitraum im Voraus, profitieren dafür aber von hohen Rabatten gegenüber dem Monatspreis.

Der Unterschied ist enorm: Wer monatlich zahlt, gibt im Jahr schnell rund 150 bis 190 Euro aus. Wer ein Langzeit-Abo wählt, kommt im ersten Jahr je nach Anbieter mit 30 bis 70 Euro aus. Über die volle Laufzeit gerechnet sparen Sie damit oft mehr als zwei Drittel.

Kurz gesagt: Der monatliche Listenpreis ist selten der Preis, den langfristige Nutzer zahlen. Wer einen VPN dauerhaft einsetzt, fährt mit einem Langzeit-Abo fast immer deutlich günstiger – sollte aber die Verlängerungskonditionen im Blick behalten.

Wichtig ist außerdem: Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch mehr Leistung. Manche der günstigsten Anbieter schneiden in puncto Funktionsumfang und Sicherheit hervorragend ab, während teurere Dienste ihren Aufpreis nicht immer rechtfertigen. Der Preis allein ist also kein zuverlässiges Qualitätsmerkmal.

Preisvergleich der wichtigsten Anbieter

Die folgende Tabelle stellt die wichtigsten Anbieter gegenüber. In der Spalte „ab-Preis“ steht der günstigste monatliche Preis im Langzeit-Abo, in der Spalte „Monatspreis“ der Preis bei monatlicher Zahlung ohne Bindung. Alle Angaben beziehen sich auf den jeweils beworbenen Standardtarif.

Anbieter ab-Preis (Langzeit) Monatspreis Besonderheit Bewertung
Surfshark 2,19 €/Monat 15,99 €/Monat unbegrenzte Geräte, 30 T. Geld-zurück 4,6
CyberGhost 2,03 €/Monat 11,99 €/Monat 45 Tage Geld-zurück-Garantie 4,4
NordVPN 3,39 €/Monat 13,99 €/Monat 30 Tage Geld-zurück 4,8
ExpressVPN 6,67 €/Monat 12,95 €/Monat 30 Tage Geld-zurück 4,7
Proton VPN 4,49 €/Monat 9,99 €/Monat kostenlose Variante verfügbar 4,5
Private Internet Access 2,03 €/Monat sehr günstiges Langzeit-Abo 4,2
Mullvad 5,00 €/Monat 5,00 €/Monat fester Preis, kein Lock-in 4,0
PrivadoVPN 1,11 €/Monat kostenlose Variante verfügbar 3,8
hide.me 2,69 €/Monat kostenlose Variante verfügbar 3,7

Ein paar Beobachtungen aus dieser Übersicht:

  • Der günstigste Langzeitpreis liegt bei PrivadoVPN mit 1,11 €/Monat, gefolgt von CyberGhost und Private Internet Access mit jeweils 2,03 €/Monat sowie Surfshark mit 2,19 €/Monat.
  • NordVPN und ExpressVPN sind preislich höher angesiedelt, erhalten aber mit 4,8 und 4,7 die besten Bewertungen in unserem Vergleich.
  • Mullvad verfolgt ein eigenes Modell: Der Preis liegt fest bei 5,00 €/Monat, unabhängig von der Laufzeit. Es gibt keinen Langzeitrabatt – aber auch keine Verlängerungsfalle, da der Preis nie steigt.
  • Surfshark ist der einzige Anbieter mit unbegrenzter Geräteanzahl bei gleichzeitig sehr niedrigem Langzeitpreis, was es für ganze Haushalte attraktiv macht.

Einen vollständigen, aktuell gehaltenen Überblick mit allen Funktionen finden Sie in unserem VPN-Vergleich. Wer unsicher ist, welcher Anbieter zu seinem Bedarf passt, kann auch die Diagnose nutzen.

Warum Langzeit-Abos so viel günstiger sind

Der gewaltige Preisunterschied zwischen Monats- und Langzeit-Abo hat einen einfachen geschäftlichen Hintergrund. Wenn Sie sich für zwei oder drei Jahre binden und den Betrag im Voraus bezahlen, erhält der Anbieter zwei Dinge: Planungssicherheit und sofortige Liquidität. Beides ist für ein Abo-Geschäft wertvoll, und genau deshalb sind Anbieter bereit, dafür hohe Rabatte zu gewähren.

Für Sie als Nutzer bedeutet das: Je länger die Laufzeit, desto niedriger der Monatspreis. Der Haken ist die Vorauszahlung. Bei einem Langzeit-Abo zahlen Sie nicht monatlich, sondern den gesamten Zeitraum auf einmal. Ein Tarif für 2,19 €/Monat über 24 Monate bedeutet also eine Einmalzahlung von rund 53 Euro zu Beginn.

Die Verlängerungspreis-Falle

Hier liegt der wichtigste Punkt, den viele übersehen: Der beworbene Einstiegspreis gilt fast immer nur für die erste Laufzeit. Danach verlängert sich das Abo in der Regel automatisch – und zwar oft zu einem deutlich höheren Preis.

Ein typisches Muster sieht so aus:

  • Einstiegspreis (erste Laufzeit): stark rabattiert, zum Beispiel 2 bis 4 €/Monat.
  • Verlängerung (Folgejahr): häufig zum regulären Jahrespreis, der spürbar höher liegt.

Das ist nicht illegal, aber es führt dazu, dass viele Nutzer im zweiten oder dritten Jahr unbemerkt deutlich mehr zahlen als am Anfang gedacht. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf immer zwei Werte:

  1. Den Einstiegspreis für die gesamte erste Laufzeit.
  2. Den Verlängerungspreis, der danach automatisch fällig wird.

Praxistipp: Notieren Sie sich das Ende der ersten Laufzeit im Kalender. Wer rechtzeitig prüft, kann vor der automatischen Verlängerung kündigen, einen neuen rabattierten Tarif abschließen oder zu einem anderen Anbieter wechseln – und so erneut vom Einstiegspreis profitieren.

Anbieter wie Mullvad umgehen dieses Problem bewusst: Hier kostet der Dienst dauerhaft 5,00 €/Monat ohne jeden Lock-in. Das ist auf den ersten Blick nicht der billigste Tarif, kann sich aber über die Jahre als ehrlicher und planbarer erweisen, weil keine versteckte Preiserhöhung droht.

Versteckte Kosten und Marketing-Tricks

Der beworbene Preis ist nur ein Teil der Wahrheit. Damit Sie nicht mehr bezahlen als nötig, sollten Sie die folgenden Muster kennen.

1. Die teurere Verlängerung

Wie oben beschrieben ist die automatische Verlängerung zu einem höheren Preis der häufigste Stolperstein. Der Werbepreis suggeriert dauerhaft niedrige Kosten, gilt aber nur für die Erstlaufzeit. Achten Sie im Kleingedruckten gezielt auf die Formulierung zur Verlängerung.

2. Befristete „Rabatte“ als Dauerzustand

Viele Anbieter zeigen einen durchgestrichenen, hohen Listenpreis neben einem scheinbar exklusiven Aktionspreis – oft begleitet von einem Countdown, der angeblich bald abläuft. In der Praxis ist dieser „Rabatt“ häufig der reguläre Verkaufspreis, und der Countdown beginnt nach Ablauf einfach von vorn. Lassen Sie sich durch den Zeitdruck nicht zu einer überstürzten Entscheidung drängen. Ein Tarif, der heute gut ist, ist es auch morgen noch.

3. Zusatzpakete und Upsells

Beim Kauf werden häufig Zusatzfunktionen angeboten, die den Preis erhöhen, zum Beispiel:

  • ein Passwort-Manager,
  • zusätzlicher Cloud-Speicher,
  • eine dedizierte (feste) IP-Adresse,
  • erweiterter Virenschutz oder Identitätsüberwachung.

Manche dieser Extras sind nützlich, viele benötigen Sie aber gar nicht. Prüfen Sie, ob die Zusatzpakete im beworbenen Preis enthalten sind oder separat berechnet werden – und ob sie standardmäßig vorausgewählt sind. Wer nur einen VPN möchte, sollte solche Häkchen vor dem Kauf entfernen.

4. Währungs- und Steuerangaben

Achten Sie darauf, ob der angezeigte Preis bereits die in Deutschland, Österreich und der Schweiz übliche Mehrwertsteuer enthält. Bei einigen internationalen Anbietern wird der Endpreis erst an der Kasse vollständig sichtbar.

Lohnt sich ein kostenloser VPN?

Kostenlose VPN-Dienste sind verlockend, doch „kostenlos“ ist selten wirklich kostenlos. Der Betrieb von Servern und Bandbreite verursacht laufende Kosten, die der Anbieter irgendwie decken muss. Bei zweifelhaften Gratis-Diensten geschieht das häufig auf eine Weise, die Ihrem eigentlichen Ziel – mehr Privatsphäre – zuwiderläuft.

Typische Risiken kostenloser VPNs sind:

  • Verkauf von Nutzerdaten: Manche Gratis-Anbieter finanzieren sich, indem sie das Surfverhalten ihrer Nutzer protokollieren und an Dritte weitergeben.
  • Starke Einschränkungen: Geringes Datenvolumen, gedrosselte Geschwindigkeit und nur wenige verfügbare Serverstandorte sind die Regel.
  • Aggressive Werbung: Eingeblendete Anzeigen oder weitergeleitete Suchanfragen sind verbreitet.
  • Schwache oder veraltete Sicherheit: Nicht jeder kostenlose Dienst setzt auf moderne Verschlüsselung.

Es gibt jedoch seriöse Ausnahmen. Proton VPN, PrivadoVPN und hide.me bieten jeweils eine kostenlose Variante an, die ohne den Verkauf von Daten auskommt. Diese eignen sich gut zum gelegentlichen Ausprobieren, sind aber durch Datenlimits oder eine begrenzte Serverauswahl für die dauerhafte, intensive Nutzung kaum geeignet.

Eine ausführliche Bewertung der seriösen kostenlosen Optionen sowie der Fallstricke finden Sie in unserem Artikel Gratis-VPN-Alternativen.

Die Geld-zurück-Garantie als faktischer Gratis-Test

Wenn Sie einen kostenpflichtigen VPN risikofrei ausprobieren möchten, brauchen Sie keinen zweifelhaften Gratis-Dienst. Nahezu alle namhaften Anbieter gewähren eine Geld-zurück-Garantie, mit der Sie den vollen Funktionsumfang testen und bei Nichtgefallen den Kaufpreis zurückerhalten.

  • NordVPN, ExpressVPN, Surfshark: 30 Tage Geld-zurück-Garantie.
  • CyberGhost: sogar 45 Tage Geld-zurück-Garantie.

Der Ablauf ist meist unkompliziert: Sie schließen ein Abo ab, nutzen den Dienst uneingeschränkt und stellen innerhalb der Frist über den Support einen Erstattungsantrag, falls Sie nicht zufrieden sind. Anders als bei einer Gratis-Version stehen Ihnen während des Tests alle Funktionen, Serverstandorte und Geschwindigkeiten zur Verfügung.

Empfehlung: Nutzen Sie diese Garantie aktiv. Schließen Sie ein Langzeit-Abo mit Geld-zurück-Garantie ab und prüfen Sie in den ersten Tagen gezielt das, was Ihnen wichtig ist – etwa die Geschwindigkeit, das Streaming-Verhalten oder die Bedienung der App. So testen Sie faktisch kostenlos und entscheiden in Ruhe, ob der Dienst zu Ihnen passt.

Damit ist die Geld-zurück-Garantie aus unserer Sicht der bessere „Gratis-Test“ als die meisten kostenlosen Tarife – ohne Datenlimit, ohne gedrosseltes Tempo und ohne den Verdacht, dass mit Ihren Daten Geld verdient wird.

Fazit

Ein guter VPN muss nicht teuer sein. Die entscheidende Stellschraube ist die Laufzeit: Während ein Monatsabo schnell 10 bis 16 € pro Monat kostet, sinkt der Preis im Langzeit-Abo auf 2 bis 6 € monatlich. Wer den Dienst dauerhaft nutzt, sollte deshalb fast immer zum Langzeit-Abo greifen – und dabei den Verlängerungspreis im Auge behalten.

Gemessen am reinen Preis-Leistungs-Verhältnis stechen zwei Anbieter hervor:

  • Surfshark (ab 2,19 €/Monat) – sehr günstig und mit unbegrenzter Geräteanzahl ideal für Haushalte mit vielen Geräten.
  • CyberGhost (ab 2,03 €/Monat) – ebenfalls günstig und mit 45 Tagen die längste Geld-zurück-Garantie im Vergleich.

Wer auf die beste Gesamtbewertung Wert legt, findet bei NordVPN (3,39 €/Monat, Bewertung 4,8) und ExpressVPN (6,67 €/Monat, Bewertung 4,7) starke, wenn auch teurere Alternativen. Mit Mullvad (fest 5,00 €/Monat) gibt es zudem eine planbare Option ohne Verlängerungsfalle.

Der Preis ist am Ende aber nur ein Kriterium von mehreren. Entscheidend ist, dass der Dienst zu Ihrem konkreten Bedarf passt – sei es Streaming, Datenschutz oder die Nutzung auf vielen Geräten. Vergleichen Sie die Anbieter daher in Ruhe in unserem VPN-Vergleich und lesen Sie, falls Sie noch unsicher sind, unseren Leitfaden Wie wähle ich einen VPN aus?. So finden Sie den Dienst, der nicht nur günstig ist, sondern auch das leistet, was Sie wirklich brauchen.

Häufig gestellte Fragen

Q Wie viel kostet ein guter VPN im Monat?
Q Warum ist ein VPN im Langzeit-Abo so viel günstiger?
Q Lohnt sich ein kostenloser VPN?
Q Was ist die Geld-zurück-Garantie und wie funktioniert sie?
Q Welcher VPN hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

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